Geschichten
vom HofGeschichten vom Hof
Bisher hat hier an dieser Stelle Iris einen Blick auf das vergangene Jahr geworfen und erzählt, was auf dem Heinrichshof so passiert ist. Einen Rückblick wird es weiterhin geben, aber ab sofort erzählen hier unterschiedlichste Menschen ihr Geschichten vom Heinrichshof. Natürlich wird es Beiträge und Geschichten von den Mitarbeitenden geben, aber auch Freunde, Gäste und FÖJlerinnen kommen hier zu Wort. Es lohnt sich also immer mal wieder rein zu schauen, ob es wieder eine neue Geschichte vom Heinrichshof gibt.
Die "Neue" im Gästebetrieb
Christina ist dem Heinrichshof schon seit vielen, vielen Jahren verbunden. Bereits als Kind kam sie immer wieder mit ihrer Familie zu uns in den Urlaub auf den Heinrichshof. Als sie älter wurde, blieb sie uns treu und war viele Jahre lang als Pferdemädchen Teil des Hoflebens. Danach führte ihr Lebensweg sie für einige Jahre nach Berlin, wo sie als Geschäftsführerin eines Sozialunternehmens tätig war. Wie es der Zufall wollte, besuchte Christina uns letztes Jahr und aus diesem Besuch entstand die Idee, sie einzuladen, nach Burglahr zu ziehen und bei uns mitzuwirken. Seit Januar 2026 arbeitet Christina nun offiziell bei uns im Betrieb und wird den Urlaub auf dem Bauernhof aktiv mitgestalten. Das gesamte Team vom Heinrichshof – und ganz besonders Iris, Dieter, Max und Hanna – freuen sich sehr, Christina willkommen zu heißen und blicken voller Vorfreude auf viele spannende gemeinsame Jahre.
Die goldene Käseharfe
von Hanna Westhues
2024 – was für ein Jahr! Es fühlt sich an, als hätte es gerade erst begonnen, und nun sitze ich hier, kurz vor Silvester. In den letzten 12 Monaten ist so viel passiert.
Gemeinsam als Hof- & Käserei-Team haben wir den deutschen Milch- & Käsepreis gewonnen, und unsere Mitarbeiterin Annika hat als Jahrgangsbeste ihres Ausbildungskurses den Abschluss als Fachagrarwirtin gemacht.
Die fetten Jahre sind vorbei.
von Iris Reifenhäuser
2022 regnete es ab Anfang Juli 9 Wochen lang nicht mehr. Während der Sommerferien versuchten wir an den Hitzetagen über 30 Grad alle Aktivitäten möglichst in die frühen Morgenstunden zu verlegen und dann hieß es z. B. „6.00 Uhr am Pferdestall“.
Ab Mitte Juli gab es für die Milchkühe kein Gras mehr und sie wurden für 9 Wochen „eingegattert“ und mit Heu zugefüttert. Die Landschaft verfärbte sich von grün in gelb. Auf den felsigen Hängen im Wiedtal vertrockneten sogar die Eichen. Als es auch im August nicht regnete, raubte es mir so manche Nacht den Schlaf. Erst der September brachte den Regen und die Landschaft färbte sich innerhalb von einer Woche von braun auf grün….“what a wonderful world“…..
Seit Beginn der Industrialisierung ist die Durchschnittstemperatur in Deutschland um 2 Grad angestiegen. (im weltweiten Mittel um 1,5 Grad). Es bleibt nicht mehr viel Zeit die Erderwärmung aufzuhalten und ist nicht allein mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien oder der Erweiterung des Ladesäulennetzes zu erreichen wie es in manchen Talkshows dargestellt wird. Wir alle müssen unseren Konsum einschränken und weniger kaufen, weniger Auto fahren, weniger fliegen…wir müssen verzichten.
Ich wünsche mir, dass unsere Politik den Mut dazu hat, dass auch auszusprechen und eine Presse und Netzgemeinde, die die Tatsache ausgesprochenen notwendigen Verzichts nicht mit einem Shitstorm begleitet.
Die fetten Jahre sind vorbei.