Iris erzählt 12/2017  

In den letzten Wochen ist bei uns repariert (Trecker), gebaut (Stall für Bjarni und Annika) und einiges aufgeräumt worden.

Da Landfari seit seinem Sturz im September nicht mehr geritten worden ist, hat Julli gleich vier Sankt Martinsumzüge absolviert.

Landfaris Schneidezähne sind Ende November gezogen worden und es geht ihm danach erstaunlich gut. Er ist seeehr munter und fressen klappt. Alle Ponys sind nun ohne Eisen und auf die Winterweide umgezogen.

Die Milchkühe sind trocken gestellt und Max hat eine 8 wöchige Melkpause, bis im Februar die ersten Kälber geboren werden. Dieses Jahr kann die Milchkuhherde zum größten Teil mit eigener Nachzucht ergänzt werden. Sogar ein Braunvieh Alter Zuchtrichtung ist dabei. Braunvieh Alter Zuchtrichtung steht auf der roten Liste der einheimischen Nutztierarten bereits unter Erhaltungspopulation, da es in Deutschland nur noch einige hundert Kühe davon gibt.

Zusätzlich hat Max aus dem Schwarzwald zwei tragende Vorderwälder-Rinder geholt.

VorderwälderRosa, eine Vorderwälder-Kuh, die im November 2013 in den Westerwald ungezogen ist. Ihre Nachzucht wird nicht enthornt.
Das Vorderwälder Rind ist eine alte Hausrind-Rasse aus dem Südschwarzwald. Es ist besonders vital und langlebig. Auch das Vorderwälder-Rind steht bereits auf der Liste einheimischer Nutztierarten unter Beobachtungspopulation.


Mich persönlich hat Ende November der Alleingang unseres Landwirtschaftsministers Christian Schmidt, der weiteren Anwendung von Glyphosat für 5 Jahre zuzustimmen, sehr betroffen. Der Einsatz von Glyphosat ist eine massive Bedrohung der Artenvielfalt und wird das Insektensterben weiter beschleunigen. Glyphosat gilt als wahrscheinlich krebserregend und ist mittlerweile u.a. auch im menschlichen Urin zu finden.

Leider will auch der Bauerverband keinen Zusammenhang zwischen Glyphosat (und anderen in der Landwirtschaft eingesetzten Giften) und dem zunehmenden Artenschwund sehen. Er hängt am Gängelband der exportorientierten Nahrungsmittelindustrie, die billige Rohstoffe einkaufen will und sich allein nach den Gesetzmäßigkeiten des Marktes richtet.

Der Markt strebt nach Effizienz und kurzfristiger Produktivität. Er braucht Regeln. Ansonsten beutet er Mensch und Natur rücksichtslos aus.

Der globale Markt braucht im Grunde auch globale Regeln. Da wir sie noch nicht haben und auch in absehbarer Zeit nicht haben werden, heißt nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen trotzdem das Richtige tun und flächendeckend ein neues Ackerbausystem einführen, das der Komplexität natürlicher Ökosysteme gerecht wird und ohne Glyphosat auskommt.

Schauen wir weg und überlassen die Landwirtschaft weiterhin den Kräften des Marktes, dann wird am Ende der Homo sapiens nicht zu den überlebenden Arten auf unserem Planeten gehören.


„Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt,
der andere packt sie kräftig an und handelt.“

Dante Alighieri


2017 war ein reiches Jahr. Unsere guten Mitarbeiter, Helfer, FÖJler, Praktikanten, Lehrling und Freunde haben uns bei den vielen großen und kleinen Projekten hervorragend unterstützt.

Danke René, Cedo, Anna Rolletter, Annika, Jannis und Anna Eschle für eure Mitarbeit in der Landwirtschaft. Wir können uns auf euch verlassen.

Danke Micha für deine Spitzen-Hauswirtschaft, deine Sorgfalt und gute Planung und für das leckere Essen. Du gehörst zum Besten, was uns im Leben passiert ist.

 Burger-Buffet mit Michaela  Vorbereitung Burger-Buffet mit Michaela

Danke an das Super-Hausteam Marianna, Anja, Eli, Jule, Ronja, Diana, Jasmin, Sophie und Sarah B. Alles ist blitzsauber und steht an seinem Platz. Danke für das immerwährende Putzen, Kehren und Aufräumen. Es ist eine Liebeserklärung an die Gegenwart.

Danke Marliese für die vielen leckeren Streuselkuchen und Hefezöpfe. Danke fürs Bügeln.

Danke Eli für viele Kilos Fleisch einpacken, für Pizza backen, Einkaufsfahrten, Melken und den Reitunterricht für unsere Nachwuchsreiter aus Burglahr und Oberlahr.

Danke Ronja für alle Feuerwehrdienste, Reitunterricht und Ausritte mit den Nachwuchsreitern.

Danke für Pferde- und Pflegemädchen-Dienste, Urlaubsvertretung, Küchendienste, Gartenarbeit, Hilfe beim Bauen und in der Landwirtschaft: Ronja, Hanna, Eli, Sarah, Jule, Saliah, Sophie, Johanna, Laura Sch., Sara, Simon, Christine, Gina, Luana, Amelie, Alina, Gesa, Klara, Hannah M., Karina D., Linda, Charline K., Kathi, Charline R., Lena, Greta, Anouk, Antonia, Elisabeth, Pilar, Sarah N., Henrike, Lena B., Kyra, Mia, Svea, Annika, Anna Rolletter, Anna Eschle, Jannis, Manfred, Dirk, Erwin, Erwin F., Anne, Sami, Rainer, Jasper und Ed.

Ihr seid unsere Mutmacher.

Ronja


Ich fand es mal beim Muschelsuchen. Da gab’s mir sein Geheimnis preis:

Du rennst mir nach, willst mich erzwingen. Halt inne, schau und sei ganz leis.
Dann wirst du staunend mich entdecken. Dann hörst du meinen Glücksgesang.
Und ich kann dir aus vielen Blicken entgegenschau’n dein Leben lang.


Ich bin im Brotgeruch versteckt,
und wenn dich deine Liebste neckt
im Dunkeln, dann hörst du mich lachen.
Ich warte auf dich jetzt und hier,
und wenn du singst, bin ich bei dir,
dich froh zu machen.

Aus:  Das Glück   von Gerhard Schöne


Ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest 
wünscht euch Familie Reifenhäuser.

Kirche im Schnee

Iris erzählt 11/2017  

Dieses Jahr hatten die Milchkühe von Ende April bis Mitte Oktober einen langen Weidesommer.
Die Arbeitsabläufe von Weideumtrieb und Melken haben sich gut eingespielt und insgesamt brauchen Max und Team auf der Weide weniger Zeit für alle anfallenden Arbeiten als während der Stallperiode.

Weidemelken in Bürdenbach

Weidemelken in Bürdenbach. Glückliche Kühe und Idylle pur.

Unsere Milch wird nach wie vor von der Upländer Bauernmolkerei abgeholt. Zur weiterhin geplanten Hofkäserei auf dem Heinrichshof sage ich an dieser Stelle besser nichts mehr, denn der Zeitplan wird ohnehin wieder geändert werden müssen.

In Haus, Hof und Garten haben wir 2017 einige Renovierungsarbeiten durchgeführt.

unsere kleinen Gäste

U.a. ist für unsere kleinen Gäste der Sandkasten vergrößert worden.

Dieter und Team haben viel Zeit und Energie in den Rückbau des alten Campingplatzes zwischen Burglahr und Oberlahr gesteckt. Viele Kubikmeter Müll und Bauschutt mussten abgefahren und Beton und Leitungen ausgegraben werden. Auf Dauer soll dort wieder Gras wachsen und landwirtschaftliche Fläche entstehen.
Auch ist Dieter in diesem Jahr als Ortsbürgermeister stark gefordert gewesen.
Der für mich nicht nachvollziehbare und mittlerweile beim Oberverwaltungsgericht verhandelte Streit über die Brückensanierung der
„Neulandbrücke“ in Oberlahr hat viel Zeit und Energie gekostet.
Anstatt die Brücke zu sanieren, soll eine neue Straße gebaut werden. Natur und Landschaft werden nicht berücksichtigt. Dabei sind sie ein immer wertvoller werdendes Gut und zugleich wichtiger Standortfaktor.
Doch zum Glück gibt es mit neuen Vorhaben auch positiven Stress für den Ortsbürgermeister. So konnte die Gemeinde in diesem Jahr den Parkplatz des ehemaligen Hotels Burghof in der Ortsmitte kaufen und plant dort einen Dorfplatz als Begegnungsstätte für Jung und Alt einzurichten.
Außerdem ist rund um die sanierte Burg Lahr einiges geplant.

Burg Lahr Der ehemalige Lastenaufzug hoch zur Burg soll als Felsbiotopp freigelegt und eine Aussichtsterrasse mit Tisch und Sitzbänken entstehen. Pläne wie Pfarrgärtchen an der Kapelle, Themenwanderweg rund um Burg Lahr, Bühne für Veranstaltungen und Zip-Line über den Burggraben sind außerdem angedacht.

Unsere Shetlandponys Daisy und Paula sind jetzt während der Reitsaison beschlagen und fleißig alle Reitwanderung mitgelaufen. 

Daisy und Paul Hier starten Daisy und Paula mit Nina und Greta gerade zum Allein-Ausritt. Das klappt jedoch nicht immer.
Ab und zu gelingt es den Ponys, ihre Reiter zu überzeugen, dass Absteigen besser wäre. Sie werden dann zurück geführt und im Vorbeigehen scheinen Daisy und Paula mir zuzublinzeln. :-)

Die fleißigen und braven Isländer sind auch in diesem Jahr unsere Glücksbringer gewesen.
 Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Islandpferde

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Islandpferde.

Obwohl natürlich nicht immer alles gut geht und wenn man die Ponys viele Jahre hat, muss im Laufe der Zeit immer mal wieder ein Pony seine letzte Reise antreten. So musste leider im Juni auf tierärztlichen Rat die gute Vanadis eingeschläfert werden. Eine nicht heilbare und schmerzhafte Erkrankung der Schneidezähne wurde diagnostiziert. Hinzu kamen Cushing und Fellproblematik. 24 Jahre ist Vanadis alt geworden und 13 Jahre bei uns gewesen. Ein perfektes Pony zum Reiten lernen, das leicht lenkbar geduldig sicher Tausende von Volten auf dem Reitplatz gedreht und meine Hochachtung hat.

Vanadis Die gleiche Zahnerkrankung, jedoch noch nicht so weit fortgeschritten, ist leider auch bei meinem guten, alten Landfari festgestellt worden. Landfari
Landfari ist jetzt 25 Jahre alt und seit 23 Jahren bei uns. Seine Backenzähne sollen jetzt behandelt und anschließend die Schneidezähne komplett gezogen werden. Eine Maßnahme, die mich gruselt, aber notwendig zu sein scheint.

Der gute Trausti hatte sich Ende Juni im Stacheldraht verletzt und sich eine schlecht heilende große Wunde zugezogen. Dadurch fiel er im Sommer fast drei Monate aus. Eli sei Dank, dass wir statt dessen ihren Bjarni einsetzen durften.

Gästesaison 2017

Eine erlebnisreiche Gästesaison 2017 liegt jetzt hinter uns mit vielen alten und neuen zufriedenen Gästen. 

Erlebnis klein ganz groß

  Wir erleben in den letzten Jahren steigende
  Nachfrage nach
 „der Erfahrung und dem Schatz
  dieser besonderen Tage“,
  den Tagen auf dem Heinrichshof.

Balance

Wir freuen uns sehr, dass wir im Moment für 2018 komplett belegt sind.

Mitsingabend

Altbewährtes, wie z.B.
mein geliebtes Grillen aus der Satteltasche oder das heiß beliebte Burger-Essen, haben wir in 2017 durchgeführt, aber auch einiges Neues ins Hofprogramm aufgenommen wie z.B. Mitsingabend, 
Flammkuchen-Essen oder Angeln am Fischteich in Burglahr.

Alle Outdoor-Veranstaltungen haben (wie immer :-) stattgefunden.

Nach einem heißen Frühsommer ab Mitte Mai gab es die meisten Regentage während der Sommerferien. Beim Mittagspicknick im tropfenden Fichtenwald werden Mütter dann zu Helden.

Iris

Der Oktober wurde ab der zweiten Woche golden und bescherte uns eine wahre Pilzflut und strahlende Tage in den Herbstferien NRW bis in den November hinein.

Mittagspicknick im Mehrbachtal

Mittagspicknick im Mehrbachtal am 02. November